FAKTuell
Bio-News * Gesundheit * Juni 2004
Rubrik-Redakteurin: Anne Schlesinger
Pille ganz vorn -
jede dritte Frau zwischen 15 und 49 Jahren nutzt sie zur Verhütung.
Laut einer Untersuchung von mehr als 12.000 Frauen in fünf
europäischen Ländern, die im Fachjournal The European Journal of
Contraception and Reproductive Health Care veröffentlicht wurde,
liegt die Pille in Frankreich und Großbritannien ebenfalls vorn. In
Italien und Spanien ist es das Kondom.
Insgesamt nahmen etwa 30 Prozent der Befragten die Pille, rund 20
Prozent der Paare benutzten Kondome. Elf Prozent hatten sich für
eine Sterilisierung des Mannes oder Frau entschieden, das waren vor
allem die Briten.
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Migräne im Schulalter -
60 Prozent der Migräne-Patienten hatten ihre ersten Anfälle bereits
im Kindesalter. Das wurde am Rande des 26. Migräne-Symposiums in
Frankfurt bekannt. Doch behandelt würden die meisten erst, wenn sie
als Berufstätige beeinträchtigt seien. Die Situation für
Migränepatienten habe sich seit der jüngsten Gesundheitsreform
verschlechtert.
Viele gute Medikamente zur Vorbeugung seien seither nicht mehr
verschreibungsfähig - in der Apotheke greife der Patient dann zu
billigeren Schmerzmitteln statt eine teuere Prophylaxe selbst zu
bezahlen.
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Risiko Nahrungsergänzungsmittel -
knapp zehn Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Athen haben
Experten der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vor den Risiken von
Nahrungsergänzungsmitteln gewarnt. Deren Gebrauch könne zu positiven
Dopingtests führen. Es bestehe ein deutliches Dopingrisiko, das
allzu oft verheerende Konsequenzen für die Athleten hat.
Für zahlreiche positive Tests in den vergangenen Jahren, vor allem
im Zusammenhang mit dem anabolen Steroid Nandrolon, hätten die
erwischten Athleten Nahrungsergänzungsmittel verantwortlich gemacht.
Diese Stoffe seien falsch deklariert oder mit Spuren von verbotenen
Substanzen verunreinigt gewesen.
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Muskelpaket erweckt Hoffnungen -
ein vierjähriger muskelbepackter Junge in Berlin hat unter
Medizinern Aufmerksamkeit und Hoffnung erweckt. Er ist der erste
dokumentierte Fall, der durch zwei Kopien eines mutierten Gens mit
bereits gut ausgebildeter Bein- und Armmuskulatur auf die Welt kam.
Labormäuse mit der genetischen Besonderheit des Berliner Jungen sind
als Mighty Mice bekannt. Nun wollen Forscher anhand des Jungen
Therapien gegen Muskelschwund entwickeln, der etwa bei
Mangelversorgung der Muskeln oder bei Krebs entstehen kann. Andere
Experten sagen einen Einsatz des Wissens beim Hochleistungssport
voraus. Bei dem Jungen ist durch eine Mutation der Eiweißstoff
Myostatin ausgeschaltet.
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Start in Sachsen -
die AOK Sachsen-Anhalt und die Ärzte beginnen ab 1. Juli das erste
landesweite Hausarztprogramm. Ziel: Mehr Qualität in der
medizinischen Versorgung, mehr Service und weniger Bürokratie mit
der Praxisgebühr für die Patienten. Beteiligen können sich Hausärzte
in Sachsen-Anhalt sowie alle AOK-Versicherten ab Vollendung des 18.
Lebensjahres.
Für die AOK-Mitglieder hat die Teilnahme an der hausarztzentrierten
Versorgung neben der Qualitätssteigerung in der medizinischen
Behandlung weitere Vorteile wie etwa kürzere Wartezeiten in der
Praxis sowie die Hilfe bei der Terminvereinbarung mit Fachärzten.
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Fettabsaugen verbessert Gesundheit nicht -
das Absaugen von Fettpölsterchen hilft zwar dem Aussehen, nicht aber
der Gesundheit. Laut einer US-Studie haben Frauen nach einem
Fettverlust von knapp zehn Kilo durch die so genannte Liposuktion
das gleiche Risiko für Herzprobleme und Diabetes wie zuvor. Der
Grund dafür sei, dass der chirurgische Eingriff nur
die Fettzellen unter der Haut beseitige, nicht aber die tiefer im
Körper und in den Organen sitzenden.
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Anabolikahandel bestraft -
wegen Handels mit Dopingmitteln in großem Stil ist ein 36jähriger
vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu fünf Jahren Haft verurteilt
worden. Der Mann hatte 1.100 Kilo nachgemachter Anabolika aus einem
tschechischen Labor umgepackt, mit gefälschten Aufklebern deutscher
Pharmakonzerne versehen und an Zwischenhändler und Endverbraucher
versandt.
Mit dem Honorar von 1.000 Euro pro Monat und den Spesen, die er von
seinen Hintermännern erhalten hatte, finanzierte er 15 Monate lang
seinen Lebensunterhalt. Bei der Festnahme vor einem Jahr fanden die
Beamten in seiner Wohnung 25.000 Euro aus dem Handel mit den
Dopingmitteln.
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Anstieg in Deutschland -
immer mehr Menschen erkranken an dem Non-Hodgkin-Lymphom oder auch
Lymphdrüsenkrebs. Unter den zum Tode führenden bösartigen
Erkrankungen nimmt es die fünfte Stelle ein. Von den besonders
aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen ist das großzellige diffuse
B-Zell-Lymphom die häufigste Unterart. Unbehandelt führt es
innerhalb weniger Monate zum Tode.
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Obstverzehr senkt Lungenkrebsrisiko -
ein halbes Kilo Obst am Tag kann das Risiko einer
Lungenkrebserkrankung deutlich senken. Das geht aus der größten
europäischen Studie zum Zusammenhang von Lebenswandel, Ernährung und
Krankheiten (EPIC) hervor, für die seit 1992 rund 500.000 Menschen
befragt wurden.
Die Probanden wurden je nach Höhe ihres Obst- und Gemüseverzehrs in
fünf Gruppen eingeteilt. Die Teilnehmer aus der Gruppe mit dem
höchsten Obstverzehr von etwa 500 Gramm pro Tag hätten dabei ein um
40 Prozent geringeres Risiko einer Lungenkrebserkrankung gezeigt als
jene mit dem geringsten Konsum. Als niedrigster Konsum galten
weniger als 70 Gramm Obst pro Tag. Am stärksten habe sich der
Zusammenhang zwischen Obstverzehr und Lungenkrebs bei Rauchern und
bei Nordeuropäern gezeigt, bei denen Obst aus klimatischen Gründen
weniger verbreitet ist. Mit steigendem Gemüseverzehr sank das
Lungenkrebsrisiko nicht bei allen Probanden, jedoch bei Rauchern.
Von den insgesamt 500.000 Probanden erkrankten laut DKFZ 1.074 an
Lungenkrebs, 860 von ihnen wurden für die Studie berücksichtigt.
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Gefahr durch
Qualm -
Babys und Kleinkinder sind durch passives Rauchen besonders
gefährdet. Weil sie im Vergleich zu Größeren etwa zwei- bis dreimal
so viel ein- und ausatmen, nehmen sie mehr Schadstoffe aus der Luft
auf, so der Suchtbeauftragte des Bundesverbandes der Kinder- und
Jugendärzte, Dr. Wolf-Rüdiger Horn, in der Zeitschrift VITAL.
Nach den Erkenntnissen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)
in Heidelberg riskieren Schwangere, die auf ihre Zigaretten nicht
verzichten wollen, sogar das Leben ihres passiv mitrauchenden
Kindes. Das Risiko eines plötzlichen Kindstods erhöht sich in den
ersten neun Monaten um das 8- bis 16fache, wenn die Schwangere stark
geraucht hat.
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Schutz
vor Augenkrankheit -
wer Früchte isst beugt offenbar der Macula-Degneration vor.
Diese Augenkrankheit tritt meist nach dem 65. Lebensjahr auf und
führt zur Erblindung.
Die Zahl der Krankheitsfälle ist während einer Studie um ein Drittel
gesunken, bei denen, die mindestens drei Früchte pro Tag aßen. In
der Studie wurden 77.000 Krankenschwestern und weitere 41.000
Teilnehmer in den USA über einen Zeitraum von 12 bis 18 Jahren
beobachtet. Die Forscher vermuten, dass die antioxidativen Vitamie
und Karotinoide sowie Pflanzenfasern, Flavanoide, Folsäure und
Kalium die Besserung bewirken.
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Blockade
gegen Asthma -
die Novartis-Stiftung hat an Dr. Katja Beier von der Berliner
Charité ein Stipendium zur Erforschung einer neuen Therapie gegen
das allergische Asthma vergeben. Das allergische Asthma gilt
inzwischen als häufigste Erkrankung bei Kindern. Derzeit sind vier
Mio Deutsche insgesamt betroffen.
Mit einem neuen Ansatz soll jetzt Asthma bekämpft werden. Dabei
spielt ein Molekül namens ICOS eine große Rolle, das den
Entzündungsprozess in der Lunge und damit die Heilung einleitet. Es
soll ausgeschaltet und damit die Asthmareaktionen unterbunden
werden. Bei allergischem Asthma reagiert der Körper auf harmlose
Stoffe als wären sie Feinde.
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Genetisches Profil spielt Rolle -
Cholesterinsenker wirken nicht bei jedem Patienten gleich. Laut
einer Studie der Harvard-Universität in Boston können bestimmte
Erbgutvarianten den Effekt der Statine bremsen können. Die Studie
ist in JAMA veröffentlicht.
Demnach haben Patienten mit zwei häufigen Erbgutvarianten 22 Prozent
weniger Nutzen bei der Senkung des gesamten Cholesterins und 19
Prozent weniger beim Abbau des schlechten Cholesterins LDL.
Das Harvard-Team verglich DNA-Proben von 1.536 Patienten, die
täglich 40 Milligramm des Lipidsenkers Pravastin einnahmen, mit dem
Ergebnis ihrer Behandlung. Die Untersuchung konzentrierte sich auf
Variationen in zehn Genen, die in die Cholesterinsynthese und den
Statin-Stoffwechsel eingebunden sind.
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Brustkrebs durch Jodmangel -
diese Theorie vertritt der Gynäkologe Pompilio Torremante aus
Ochsenhausen bei Biberach. Hintergrund. Brustkrebs ist die häufigste
Krebserkrankung in Deutschland, in Japan ist die Zahl der Patienten
aber gering. Das - so die Vermutung - könne mit der Ernährung
zusammenhängen.
Frauen mit einem Brustkrebs hätten häufig auch eine vergrößerte
Schilddrüse, so Torremante. Für beides macht der Arzt den Jodmangel
verantwortlich. Für die Schilddrüsenvergrößerung ist dies
gesichertes medizinisches Wissen. Der Kropf (Struma) entsteht, weil
die Zellen der Schilddrüse Wachstumsfaktoren (EGF und TGF-alpha)
freisetzen, die dann die Schilddrüse vergrößern. Dr. Torremante
glaubt, dass die gleichen Wachstumsfaktoren auch auf die Zellen der
Brustdrüse wirken und einen Brustkrebs erzeugen können.
Außerdem sollen sie für die Entstehung der so genannten
proliferativen Mastopathie verantwortlich sein. Diese gutartige
Veränderung in der Brust würde sich unter einer Jod-Therapie
bessern, schreibt Dr. Torremante unter Berufung auf eine
randomisierte klinische Studie.
Bei Tieren lässt sich ein Brustkrebs durch die Wachstumshormone EGF
und TGF-alpha auslösen. Auch gehört ein Antikörper gegen EGF zu den
Medikamenten, die zur Zeit erfolgreich zur Behandlung des
Brustkrebses eingesetzt werden (das Medikament Herceptin bindet an
einen EGF-Rezeptor und verhindert so, dass der Wachstumsfaktoren EGF
auf die Krebszelle einwirkt).
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Hormone auf Rezept -
Frauenärzte in Deutschland verschreiben nach wie vor die
umstrittenen Präparate. Das hat die AOK festgestellt. Die Zahl der
verordneten Tagesdosen ist demnach im zweiten Halbjahr 2003 im
Vergleich zum Vorjahreswert nur um knapp 20 Prozent zurück gegangen.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und die
Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft hatten im August
und September 2003 deutlich vor den Risiken gewarnt.
Vom 1. November an müssen die Hersteller in ihren deutschen
Produkt-informationen zudem klarer auf das Risiko von Brustkrebs,
Herzinfarkten oder Schlaganfällen hinweisen als zuvor.
Nach WIDo-Untersuchung verschrieben die Ärzte im letzten Quartal
2002 knapp 207 Millionen Tagesdosen, im letzten Quartal 2003 waren
es 166 Millionen. Die Warnungen beruhen vor allem auf eine Studie
aus den USA vom Jahr 2002 und eine Studie in Großbritannien von
2003. In der US-Studie hatten Frauen, die eine Kombination aus
Östrogen und Gestagen eingenommen hatten, zwar weniger Knochenbrüche
und Darmtumore. Risiken wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose und
Brustkrebs nahmen jedoch zu.
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Handzeichen gegen Krebs -
unter diesem Motto startet kommenden Montag die "Europäische Woche
gegen Leukämien und Lymphome". Dabei können sich Interessierte über
die häufige, aber wenig bekannte Krebsart "Lymphom" informieren und
als Zeichen ihrer Solidarität mit Krebspatienten ihr farbiges
Handzeichen auf eine Leinwand setzen. Maligne Lymphome gehören in
den westlichen Industrieländern zu den häufigsten Krebsarten. Allein
in Deutschland erkranken jährlich rund 15.000 Menschen an dieser
Krebsart.
Nach Haut- und Lungenkrebs sind sie die Krebsart mit der schnellsten
Wachstumsrate. In den USA hat sich die Zahl der Neuerkrankungen in
den letzten 20 Jahren schätzungsweise verdreifacht.
Seit den siebziger Jahren haben vor allem Non-Hodgkin-Lymphome, die
häufigste Art von Lymphomen, weltweit um 80 Prozent zugenommen.
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Initiative zur Schlafgesundheit -
zum ersten Mal findet ab 16. Juni 2004 in Köln die "Woche des
Schlafes" statt. Die MAP Medizin-Technologie GmbH informiert Ärzte
und Patienten über die Risiken der obstruktiven Schlafapnoe, ihre
Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
Von obstruktiver Schlafapnoe spricht man, wenn lautes,
unregelmäßiges Schnarchen durch Atemstillstände (Apnoen) von mehr
als zehn Sekunden Dauer unterbrochen wird. Unter dem nächtlichen
Sauerstoffmangel leiden besonders Gehirn und Herz. Schlaganfall und
Herzinfarkt sind häufig die Folgen einer nicht diagnostizierten
Schlafapnoe.
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Kampf gegen Pfunde -
Verbraucherschutzministerin Renate Künast will neue Lebensmittel und
neue Essgewohnheiten. Mit einer Kampagne will die Bundesregierung
nicht nur über gesünderes Essen informieren, sondern auch Bildung,
soziales Umfeld und Gerechtigkeit berücksichtigen. Das Kabinett
hatte zuvor die Initiative beschlossen.
Wie viel Geld die Regierung dafür ausgibt, sagte Künast nicht. Jeder
dritte Jugendliche und jedes fünfte Kind ist übergewichtig. Sieben
bis acht Prozent von ihnen sind fettleibig.
Von den Erwachsenen seien deutlich mehr Männer als Frauen betroffen.
Die Folgekosten beliefen sich auf mindestens 71 Milliarden Euro im
Jahr. Künast sprach von einem Teufelskreis, der zu chronischen
Erkrankungen führe. Dazu komme, dass sozial Schwache wenig Geld für
gutes Essen hätten. In vielen Lebensmitteln und Gerichten seien zu
viel Fett, Zucker und Kohlenhydrate. Gleichzeitig bewegten sich die
Menschen immer weniger.
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Forum zum Thema LC-Ernährung:
Ketario
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Beim Zähneziehen gescheitert -
ein britischer Zahnarzt hat in volltrunkenem Zustand vergeblich
versucht, einer Patientin den Zahn zu ziehen und ist dafür
suspendiert worden. Zeitungsberichten zufolge hatte er während der
Mittagspause sechs Gläser Wein getrunken.
Er brauchte schon mehrere Anläufe, um ihr mit der Betäubungsspritze
in die richtige Stelle im Gaumen zu stechen. Anschließend wartete
der Doktor gar nicht erst ab, bis die Spritze wirkte, sondern machte
sich sofort an den entzündeten Zahn. Dann fiel er auf die Patientin,
die floh.
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Bilanz zu Weltblutspendetag -
mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung können im Notfall nicht mit
einer lebensrettenden Bluttransfusion rechnen. Darauf hat die
Weltgesundgesundheitsorganisation WHO hingewiesen.
Von den weltweit rund 80 Millionen Blutspenden im Jahr kommen nur
etwas über ein Drittel in den Entwicklungsländern zusammen. Als
besonders vorbildlich stellte die WHO Südafrika heraus, wo auch die
Hauptaktionen zum Weltblutspendetag am 14.6. starten. Dort gibt es
ein Programm Club 25, in dem sich Jugendliche nach der
Berufsausbildung verpflichten bis zum Alter von 25 Jahren 25 Mal
Blut gespendet zu haben.
Laut WHO sind freiwillige und unbezahlte Blutspender die sichersten
Spender. 20 Länder verfügen über keine Tests, um alles gespendete
Blut auf HIV zu untersuchen, in 24 Ländern fehlten ausreichende
Tests für Hepatitis B, in 37 für Hepatitis C und in 24 weiteren
Länder für Syphilis.
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Krank durch Mehrbelastungen -
die Mehrbelastungen von außertariflichen Mitarbeitern an ihren
Arbeitsplätzen in der chemischen Industrie gefährden mittlerweile
die Gesundheit.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Werksärzten großer
Unternehmen der Branche durch den Verband angestellter Akademiker
und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA).
Alle Werksärzte haben den Zusammenhang zwischen Mehrbelastungen am
Arbeitsplatz und Erkrankungen bestätigt. Die Mediziner weisen darauf
hin, dass die Klagen der Mitarbeiter über Beschwerden im
Zusammenhang mit diesen Mehrbelastungen deutlich zugenommen haben.
Durchschnittlich wird von einer Verdopplung in den letzten zwei
Jahren ausgegangen. Als wahrscheinliche Gründe für Erkrankungen
werden am häufigsten eine zu hohe Arbeitsbelastung, die ständigen
Umorganisationen und die Angst um den eigenen Arbeitsplatz genannt.
Sie führen vorrangig zu Bluthochdruck, Herz-Kreislaufstörungen,
Depressionen und Schlafstörungen.
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Chemikalien schädigen Gehirnentwicklung von Kindern -
das geht aus einer WWF-Studie hervor. Demnach beeinträchtigen
synthetische chemische Substanzen die Intelligenz von Kindern.
Beobachtete Auswirkungen von chemischen Substanzen auf die
Gehirnentwicklung von Kindern weltweit sind demnach eine geringere
Gedächtnisleistung, verminderte visuelle Wahrnehmung, weniger
entwickelte Bewegungsfähigkeit, sowie geringere
Intelligenzquotienten. Zusätzlich steigt die Zahl von Störungen wie
das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) und Autismus an und
Chemikalien geraten mehr und mehr in Verdacht, auch hierbei eine
Rolle zu spielen.
Ein Wissenschaftlergremium aus den USA hat geschätzt, dass 10
Prozent aller neurologischen Verhaltensstörungen vollständig oder
teilweise von Chemikalien verursacht sind.
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Reisestrumpf gegen Thrombose -
bei Langstreckenflügen in engen Sitzreihen steigt die
Thrombosegefahr durch die Unbeweglichkeit beim Sitzen, durch Hitze
und durch die zu geringe Aufnahme von Flüssigkeit.
Das belegt eine Studie des britischen Mediziners John H. Scurr in
The Lancet. Ziel der Studie war es, die Häufigkeit tiefer
Venenthrombosen bei Passagieren nach Langstreckenflügen
festzustellen und die Wirksamkeit des Tragens von speziell
entwickelten Reisestrümpfen zu untersuchen.
Dafür wurden 200 Freiwillige getestet, von denen 100 den
Reisekniestrumpf mediven travel erhielten, die andere Hälfte flog
ohne Strumpf. Das Resultat: Keiner der Strumpfträger erlitt eine
tiefe Venenthrombose, zehn Prozent der Teilnehmer ohne Reisestrumpf
entwickelten hingegen nach dem Flug eine tiefe Venenthrombose im
Unterschenkel.
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Cola killt Frauenknochen -
das Getränk weicht die Knochen auf. Für
Männer gilt dieses Risiko nicht. Das ergab eine Studie der Tufts-Universität in Boston. Frauen, die täglich mehr als dreimal zu
Cola greifen, wiesen eine um 2,3 bis 5,1 Prozent niedrigere
Knochendichte auf, als Frauen, die nicht jeden Tag colahaltige
Getränke konsumieren.
Bei Männern wurde dieser
Zusammenhang jedoch nicht gefunden. Als gefährlichen "Knochenräuber"
wird die Phosphorsäure verdächtigt. Diese kann
das für die Knochenfestigkeit dringend benötigte Kalzium binden.
Dass Männer nicht betroffen sind liegt möglicherweise daran, dass
sie mehr Alkohol trinken. Alkohol kann unter bestimmten Umständen
einen schützenden Effekt auf die
Knochen ausüben.
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Bilanz der WHO -
die Deutschen haben weniger psychische Krankheiten
als Menschen in vielen anderen Ländern. 9,1 Prozent der Bundesbürger
hatten laut einer internationalen Studie innerhalb eines Jahres ein
psychisches Leiden.
In Frankreich waren es 18,4 und in der Ukraine
20,4 Prozent. Spitzenreiter sind die USA mit einem Anteil von 26,3
Prozent ihrer Bevölkerung. In Deutschland wurden 3.555 Bürger nach
befragt.
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Krebs
erregende Substanzen in Kondomen -
die meisten der handelsüblichen Kondome erhalten nach einer Studie
des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Stuttgart Krebs
erregende Substanzen.
Nur 3 der 32 getesteten Verhütungsmittel waren frei von Nitrosaminen
gewesen. Bei der Studie waren die Kondome eine Stunde lang in
Kontakt mit einer künstlichen Schweißlösung gebracht worden. Geprüft
wurde, welche Substanzen in die Flüssigkeit übergingen.
Die höchste nachgewiesene Menge habe bei 660 Mikrogramm je Kilogramm
Gummi gelegen. Das sei das 66fache der maximal zugelassenen Werts
für Baby-Schnuller. Es gebe keinen Schwellenwert, unter dem die
Krebs erregende Wirkung nicht eintreten könne. Die Krebs erregenden
Substanzen geraten über die Schleimhaut in den Körper.
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Embryonale
und adulte Stammzellen -
mit Stammzellen hoffen Mediziner, in Zukunft schwere Krankheiten
heilen und die Funktion verschlissener Organe wieder herstellen zu
können. Jeder Organismus enthält solche Zellen mit unterschiedlichem
Entwicklungspotenzial. Diese Zellen könnten sich im Gegensatz zu
anderen aus dem Körper gewonnenen Stammzellen in verschiedene Gewebe
entwickeln.
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Epilepsie
weltweit -
rund 0,8 Prozent der gesamten Weltbevölkerung leiden an Epilepsie.
Allein sechs Prozent aller Schlaganfallpatienten, meist ältere
Menschen, bekommen später krampfartige Anfälle. Von den akut
Erkrankten können heute rund 65 Prozent durch Medikamente Anfallfrei
gehalten werden. Rund 30 Prozent der Patienten seien allerdings
resistent gegen die heutigen Medikamente. Ein Teil von ihnen könne
inzwischen jedoch operativ behandelt werden, sagte der Neurologe
Christoph Baumgartner.
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Magenkrebs
wird seltener -
heutige Kleinkinder werden nach Ansicht Ulmer Forscher als
Erwachsene sehr viel seltener an Magenkrebs erkranken als ältere
Menschen heute. Das ist ein Ergebnis der Ulmer Säuglingsstudie, die
seit dreieinhalb Jahren rund 1.060 Kinder und Mütter begleitet. Nach
dem 2. Lebensjahr waren nur 2,4 Prozent der Kinder infiziert. Das
für Magenkrebs, aber auch Magengeschwüre und
Magenschleimhaut-Erkrankungen verantwortliche Bakterium Helicobacter
pylori ist auf dem Rückzug.
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Lang leben
die Siebenschläfer -
mit sieben Stunden Schlaf lebt sich´s am längsten.
Wer die Woche über im Schnitt acht Stunden und länger schlummert,
hat eine deutlich geringere Lebenserwartung. Auch wer sich täglich
nur vier Stunden Schlaf gönnt, reduziert seine voraussichtliche
Lebensspanne. Das haben japanische Forscher in einer Studie mit über
100.000 Personen errechnet.
Männer schlafen im Mittel eine halbe Stunde länger als Frauen und
Ältere im Gegensatz zur landläufigen Meinung länger als junge
Menschen.
***
Bewegungsnot
in Deutschland -
Kinder bewegen sich heute bis zu 50 Prozent weniger. Das geht aus
einer Langzeitstudie des Dortmunder Institutes für Kinderernährung
hervor. Gleichzeitig stehen seit einigen Jahren vermehrt Fast Food
und süße Getränke auf dem Speiseplan von Kindern und Jugendlichen.
Insgesamt essen die Kinder von der Menge her immer weniger.
Jährlich werden rund 40 Säuglinge aus der Region Dortmund in die
Studie aufgenommen. Ihre Ernährungsgewohnheiten würden dann bis zur
Volljährigkeit beobachtet. Seit Beginn des Projektes haben mehr als
1.100 Kinder teilgenommen. Die Studie wird vom
NRW-Wissenschaftsministerium mit jährlich rund einer Million Euro
gefördert.
***
Gefahr für Schwangere -
Bluthochdruck kann das Leben von Mutter und
Kind gefährden. Zu den häufigsten Komplikationen in der
Schwangerschaft zählen unterschiedliche Formen von Bluthochdruck.
In
Deutschland leiden fünf bis sieben Prozent aller Schwangeren daran.
Insbesondere die sogenannte Präeklampsie, ein plötzlich auftretender
Bluthochdruck begleitet von Wasseransammlungen und
Eiweißausscheidung im Urin, kann einen bedrohlichen, bei der
Eklampsie auch einen lebensgefährlichen Verlauf nehmen. Etwa zwei
bis drei Prozent aller Schwangeren erkranken daran.
***
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